Geschichte des Bogenschießens

Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v. Chr. datiert.

Bei den ersten Olympischen Spielen 776 v.Chr. mussten angebundene Schweine als Zielscheibe herhalten. Besonders in England wurden Pfeil und Bogen noch im 16. Jahrhundert im Kampf benutzt. Die Benutzer dieser Waffen stellten fest, dass nur durch häufiges Trainieren auch die Zielsicherheit größer wurde. Daher wurden schon immer gerne Vergleichswettkämpfe veranstaltet. Schoss man anfänglich tatsächlich noch auf Kürbisse und Melonen, so entwickelten sich seit dem Mittelalter aber schliesslich die heute noch gebräuchlichen Strohscheiben, wenngleich sich die Qualität der heutigen Scheiben erheblich verbessert hat.

Den Durchbruch in Deutschland erlangte diese Disziplin jedoch mit den Olympischen Spielen 1972 in München, wo das Bogenschiessen nach 52-jähriger Abwesenheit wieder in das Olympische Programm aufgenommen wurde. Auch die (leider seltenen) TV-Bilder der letzten Olympischen Spiele von Athen/Griechenland, Sydney/Australien und Atlanta/USA vom Bogenschiessen zeigten spannende Wettkämpfe, die der stets anwachsenden Fangemeinde der aktiven Bogenschützen in guter Erinnerung bleiben.

TRENDSPORTART BOGENSCHIESSEN

Die spezielle Faszination des Bogenschiessens bleibt ungebrochen. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschiessen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an. Von der Anfänger-
bis zur Profiausrüstung liegen nicht nur Welten an verschiedenartigstem Equipment, sondern auch Tausende von Euros, denn für das edleste und beste Material muss der Sport-Bogenschütze schon mal ganz schön tief in die Tasche greifen. In Deutschland war das Bogenschiessen lange Zeit nicht verbreitet, obwohl auch schon Goethe nachweislich zum körperlichen Ausgleich seiner geistigen Anstrengungen auch ab und zu mit Pfeil und Bogen schoss.
Erst, nachdem der Deutsche Schützenbund (DSB) 1954 beschloss, das Bogenschiessen als ordentliche Disziplin in sein Sportprogrammm aufzunehmen und dem internationalen Bogensportverband, der FITA (Federation Internationale de Tir a l´Arc), beizutreten, wurde der interessante Sport bekannter.